Krankheitsüberträger Würmer, Milben und Parasiten

Zu den gefährlichsten Krankheitserregern bei Alpaka zählen Parasiten. Bei einem Befall beim Tier kann dieses innerhalb kürzester Zeit verenden.

Damit dies nicht passiert sind regelmäßige Kot und Blutproben von großer Notwendigkeit.

Hier ein paar Erklärungen und wie man solch einen Befall beim Tier vielleicht vorzeitig erkennen kann.

 

Bei einem Kauf eines neuen Tieres unbedingt vorab Kotprobe.

 

Endoparasiten - Innenparasiten 

Es gibt die Mehrzeller (Helminthen) und die Einzeller (Protozoen).

Zu den Helminthen gehören:

  • Plattwürmer (Bandwürmer und Saugwürmer) und die
  • Rundwürmer (Magen- Darm- und Lungenwürmer)

 

Einzellige Parasiten

  • Kokzidien (wichtigste)
  • Texoplasmen
  • Sackoporidien
  • Giandien

Die Kokzidien kommen hauptsächlich bei Neuweltkameliden vor.

Ein Kokzidienbefall sind Magen- Darm- Würmer.

Sie nisten sich im Darm ein, es kommt zur Abmagerung und Absetzen von breiigen Kot. Im bereits fortgeschrittenen Stadium wässriger und blutiger Durchfall.

Die Einzelligen Parasiten vermehren sich im Darm. Wichtig "KOTANALYSE"

 

Mehrzeller

  • Lungenwürmer
  • Bandwürmer
  • Fadenwürmer
  • Saugwürmer (kleiner und großer Leberegel)

 

Lungenwürmer = in den Bronchien und Lunge. Sie werden ausgehustet und abgeschluckt und somit in den Darm befördert. Die Aufnahme erfolgt über das Fressen von Larven auf den Pflanzen

Krankheitserscheinung: Husten, Lungenentzüngung und Atemnot

 

Bandwürmer = Darm. Im Kot kann man ausgeschiedene reiskornartige Glieder erkennen. Zwischenwirt ist die Milbe. Entwurmungsmittel gegen Magen-Darmwürmer helfen nicht dagegen.

Hilfe ist eine regelmäßige Prophylaxemaßnahme

 

Fadenwürmer = Magen- Darm- Trakt. Symtome treten erst bei hochgradigem Befall oder in Verbindung begleitender Erkrankungen auf.

Krankheitserscheinung: Durchfall, Abmagerung und Blutarmut.

 

Saugwürmer (großer und kleiner Leberegel)

Sie brauchen Zwischenwirte.

  • Der große Leberegel (Überträger Zwergschlammschnecken) treten vermehrt bei Tieren auf feuchten Wiesen auf.

Krankheitserscheinung: Abmagerung, Durchfall und Verstopfung.

  • Der kleine Leberegel hat 2 Zwischenwirte (Landlungenschnecke und rote Wiesenameisen)

Krankheitserscheinung: Befall geht sehr schnell, Leberveränderung erst dann bei Sektion sichtbar. Bei Kotproben nicht leicht ersichtlich, da die Eier nicht konstant ausgeschieden werden. Larven haben eine lange Überlebenszeit in den Zwischenwirten.

Regelmäßige Entwurmung mindestens 2mal jährlich. Mai bis Juni ist eine Entwurmung zu empfehlen wegen der optimalen Lebensbedingungen der Parasiten.

Empfehlenswert ist es auch die Weide alle 3 Wochen zu wechseln.

 

Zugekaufte oder neue Tiere sollten stets auf Wurmbefall untersucht oder vorbeugend entwurmt werden.

Zu Beginn und gegen Ende der Trächtigkeit einer Stute den Tierarzt wegen Entwurmung befragen, wegen möglicher Nebenwirkungen. (zb. Missbildungen)

Die Mittel zur Entwurmung sollten von Zeit zu Zeit gewechselt werden um eine Ressistenz der Parasiten gegen den Wirkstoff zu verhindern.

 

Ektoparasiten - Außenparasiten

  • Läuse, Flöhe und Zecken sind mit freien Auge sichtbar.

Milben erkennt man erst bei Auswirkung auf der Haut als Schwellungen oder Rötungen und Krusten.

Läuse und Haarlinge sitzen auf der Haut und ernähren sich vom Blut der Wirte.